Ärzte im Streik: Faire Bezahlung und bessere  – DENAE
8. Feb. 2024 13:10

Ärzte im Streik: Faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen gefordert

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Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat der Verband medizinischer Fachberufe Arzthelferinnen und Arzthelfer zu einem Ausstand aufgerufen. Dies könnte Auswirkungen auf die Patienten haben und zu Verzögerungen und Schließungen einzelner Kliniken führen.

Bundesweit sind rund 330.000 Praxispersonal aufgerufen, für höhere Löhne zu kämpfen. Patienten werden gebeten, sich vorab mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls Termine zu verschieben. Die Notfallversorgung ist jedoch gewährleistet.

Die Streikbeteiligung ist unklar, da der gewerkschaftliche Organisationsgrad des Personals gering ist und das Streikrecht in kleinen Betrieben wie Arztpraxen nur schwer durchzusetzen ist.

Die Ärzteschaft steht einem Warnstreik aufgrund der hohen Arbeitsbelastung des Personals positiv gegenüber. Der Verband der Gesundheitsberufe drängt auf grundlegende Verbesserungen bei der Bezahlung und hat ein Forderungspaket vorgelegt, das eine Erhöhung des Durchschnittsgehalts um 14,6 Prozent über alle Berufsjahre und Berufsgruppen hinweg vorsieht. Das Angebot der Arbeitgeber muss noch angenommen werden.

Trotz möglicher Unannehmlichkeiten für die Patienten ist es wichtig, die Sorgen und Forderungen der Beschäftigten ernst zu nehmen. Eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen sind entscheidend, um qualifiziertes Personal langfristig in der Medizin zu halten und die Patientensicherheit zu gewährleisten. Der Streik der Arzthelferinnen und Arzthelfer ist daher eine Aufforderung an die Verantwortlichen, sich für Verbesserungen in diesem Bereich einzusetzen.

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