Indische Studierende: Hoffnungsträger für Deu – DENAE
24. Apr. 2024 11:39

Indische Studierende: Hoffnungsträger für Deutschlands Fachkräftemangel

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Deutschland setzt auf die Integration von indischen Talenten in Ingenieur- und IT-Berufen, um dem wachsenden Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken

Deutschland steht vor einer beispiellosen Herausforderung: einem dramatischen Fachkräftemangel, der durch die alternde Bevölkerung und das langsame Wachstum der Arbeitskräfte noch verstärkt wird. Laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck könnten bis 2035 bis zu sieben Millionen Fachkräfte fehlen. Um diesem Schicksal zu entgehen, sieht Deutschland einen Hoffnungsschimmer in der Integration von indischen Studierenden.

Aktuell studieren etwa 43.000 junge Inder an deutschen Hochschulen, wobei sie sich überproportional häufig in den Bereichen IT und Ingenieurwesen einschreiben. Dies könnte eine wertvolle Lösung für den deutschen Arbeitsmarkt sein, der besonders auf diese Fachkräfte angewiesen ist.

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Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das im November 2023 in Kraft getreten ist, eröffnet internationalen Studierenden die Möglichkeit, neben ihrem Studium bis zu 20 Stunden pro Woche zu arbeiten – eine Verdopplung der bisherigen Regelung. Dies bietet nicht nur den Studierenden neue Perspektiven, sondern kann auch dazu beitragen, die Lücke im Arbeitsmarkt zu schließen.

Suryansh, ein Doktorand an der TU Dresden, betont die positiven Auswirkungen dieser Gesetzesänderung. Er hebt hervor, dass qualifizierte Personen ein angemessenes Gehalt erhalten und bessere Chancen auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben. Die Möglichkeit, in Bereichen wie Halbleiter- und Quantencomputertechnik zu arbeiten, eröffnet neue Horizonte für internationale Studierende.

Auch Mohammad Rahman Khan, der Mechatronik und Robotik an der Universität Hannover studiert, betont die hohe Nachfrage nach technischen Berufen in Deutschland. Solcher Bedarf wird durch den digitalen Wandel noch verstärkt, insbesondere im Maschinenbau und in der Energietechnik.

Trotz dieser vielversprechenden Aussichten stehen Deutschland noch einige Herausforderungen bevor. Riya Joseph, eine Doktorandin an der TU Dresden, weist darauf hin, dass klarere Kommunikationswege, effiziente rechtliche Formalitäten und eine klare Perspektive nach dem Studium notwendig sind, um den Weg für internationale Studierende zu ebnen.

Professor Weber von der Universität Regensburg betont die Bedeutung einer wettbewerbsfähigen Einwanderungspolitik und einer nahtlosen Integration, um Deutschlands Position im globalen Wettbewerb zu stärken. Die Zukunft Deutschlands hängt zunehmend von der Integration talentierter internationaler Studierender ab, die bereit sind, die Herausforderungen des deutschen Arbeitsmarktes anzunehmen und zum Erfolg der deutschen Industrie beizutragen.

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