DAZN fordert DFL vor Schiedsgericht heraus – DENAE
2. Mai 2024 15:15

DAZN fordert DFL vor Schiedsgericht heraus

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Milliarden-Streit um Bundesliga-TV-Rechte eskaliert – DAZN setzt auf juristische Klärung

Im hitzigen Kampf um die TV-Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga hat DAZN einen neuen Schachzug gemacht: Der Internet-Sender hat die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) eingeschaltet, um seinen Streit mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) beizulegen. 

Der Konflikt zwischen DAZN und der DFL entzündete sich an zwei zentralen Punkten: dem Beginn der Auktion und der Forderung nach einer Bankbürgschaft. Die DFL vergab vor kurzem das TV-Rechte-Paket B an den Pay-TV-Anbieter Sky, was der Sport-Stream-Dienst als Zurückweisung ihres überlegenen Angebots interpretierte. Die DFL verteidigt ihre Entscheidung und betont, dass die Angebote von DAZN nicht den Ausschreibungsregeln entsprachen. Dieses Paket umfasst die meisten Spiele, darunter Partien am Samstag um 15:30 Uhr und am Freitagabend sowie die Relegations-Partien.

Angesichts der Verstrickung zog DAZN den Streit vor ein Schiedsgericht, wie es in den Ausschreibungsunterlagen vorgesehen ist. Dieses Schiedsverfahren sieht voraus, dass beide Parteien unabhängige Schiedsrichter benennen, die dann zusammen einen Vorsitzenden wählen. Dieses dreiköpfige Schiedsgericht strebt eine einvernehmliche Lösung an, sonst fällt es wie ein ordentliches Gericht ein Urteil.

Die Dauer dieses Prozesses ist ungewiss, obwohl Schiedsverfahren in der Regel kürzer sind als staatliche Gerichtsverfahren. Nach dem Urteil hat DAZN gedroht, alle juristischen Mittel auszuschöpfen, während die DFL ihre Zuversicht in den Ausgang des Verfahrens betont.

Im heftigen Streit um die TV-Rechte der Bundesliga hat sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu einer Stellungnahme verweigert, nachdem sie zuvor betont hatte, für das Verfahren gut aufgestellt zu sein. Die DFL drängt auf eine schnelle und rechtssichere Entscheidung, die von allen Parteien akzeptiert wird.

Der Streit um die TV-Rechte der Bundesliga bleibt somit vorerst vor Gericht. Beide Parteien sind entschlossen, eine endgültige und bindende Entscheidung herbeizuführen, um die Unsicherheit zu beseitigen, die den Fußballbetrieb belastet. Diese juristische Auseinandersetzung markiert einen entscheidenden Wendepunkt in einem langwierigen Konflikt, der nicht nur finanzielle, sondern auch strategische Implikationen für die beteiligten Unternehmen hat. Während die DFL ihre Position verteidigt und auf die rechtmäßige Vergabe der Rechte hinweist, argumentiert DAZN energisch für die Anerkennung seines Angebots. Die Entscheidung des Gerichts wird nicht nur die unmittelbaren Streitigkeiten klären, sondern auch langfristige Auswirkungen auf die Struktur und Organisation der Bundesliga-TV-Rechte haben.

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