Regierung gesteht Unfähigkeit ein, das Proble – DENAE
19. Juni 2024 09:09

Regierung gesteht Unfähigkeit ein, das Problem der KI an Schulen zu lösen

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Experten schlagen vor, Technologien als Werkzeug einzusetzen.

Der Moderator Markus Lanz diskutierte mit vier Teilnehmern über Veränderungen in Bildungseinrichtungen. Viele ihrer Antworten sorgten für Ärger. Schließlich machte ein Schüler klare Aussagen zu politischen Themen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.

"Was ist dann überhaupt der Sinn von Hausaufgaben?" fragte der Moderator verärgert. "Absolut keinen!" antwortete die Schulleiterin Silke Müller. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass künstliche Intelligenz schon lange in Schulen präsent ist. Pädagogen und Schüler müssen lernen, damit umzugehen. Leider ist es bereits unmöglich, KI in Bildungseinrichtungen einfach zu verbieten.Der Zwölftklässler Florian Fabricius, ehemaliger Generalsekretär des Bundes Schülerparlaments, berichtete, dass seine Mitschüler Fragen an Lehrer direkt im Klassenzimmer auf ihren Mobilgeräten eingeben und über ChatGPT Antworten erhalten.

"Wir machen das einfach, und diejenigen, die Entscheidungen treffen, geraten in Bedrängnis. Die Veränderung kommt jetzt von unten", erklärte er.

Es handelt sich um interessante und ziemlich einseitige Debatten. Neben dem Wissenschaftler Hans Uszkoreit, dem Blogger Sascha Lobo, der Schulleiterin Müller und dem Schüler Fabricius sitzen bei Lanz vier Gäste. Sie äußern sich größtenteils in folgendem Stil.

Künstliche Intelligenz existiert und wird bleiben. Sie besitzt mehr Wissen als einzelne Menschen, daher ist individuelles Lernen ineffektiv. Lassen Sie uns moderne Technologien als Werkzeug nutzen.

Der Informatiker Hans Uszkoreit glaubt, dass wir "ein bestimmtes Grundwissen über die Welt brauchen". Dennoch gibt es in Lehrplänen viel, was wir wirklich nicht brauchen. Anstatt etwas über Insekten zu lernen, wäre es wichtiger, etwas über hormonelle Veränderungen im menschlichen Körper zu erfahren. Warum das eine wichtiger ist als das andere, bleibt unklar.

Wenn KI erlangte Kenntnisse und eigene Leistungen im Bereich Bildung nutzlos macht, müssen Bildungseinrichtungen sich vollständig neu erfinden. Direktor Müller glaubt, dass die dadurch frei werdende Zeit für echte Beziehungsarbeit genutzt werden sollte.

Möglicherweise werden Lehrer und Schüler in Zukunft viel mehr Zeit im digitalen Format verbringen.

In Zukunft könnte man auch davon ausgehen, dass KI perfektes individuelles Lernen generieren wird. Der Blogger Lobo ist überzeugt, dass "KI bald genau auf die Lernsituation und das Lernniveau eingestellt werden kann". Dann wird der Lehrer durch künstliche Intelligenz als unvollkommene System ersetzt. Außerdem ist KI viel kostengünstiger und stressresistenter als Menschen.

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