OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland, – DENAE
5. Feb. 2024 18:25

OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland, findet aber Erklärung für schwache Entwicklung

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Die deutsche Wirtschaft hinkt nach Einschätzung der OECD auch in diesem Jahr im internationalen Vergleich hinterher. Die Organisation senkte in der vergangenen Woche ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt auf 0,3 Prozent. Frankreich (0,6 Prozent), Italien (0,7 Prozent) und Spanien (1,5 Prozent) werden dagegen deutlich höher eingeschätzt.

Auch andere Industrieländer wie die USA (2,6 Prozent) und Großbritannien (0,7 Prozent) werden sich laut OECD besser entwickeln. Das einzige Land, für das ein deutlicher Rückgang erwartet wird, ist Argentinien (-2,3 Prozent).

Auch für Deutschland senkte die OECD ihre Prognose für 2025 von 1,2 Prozent auf 1,1 Prozent und liegt damit unter dem Durchschnitt der Eurozone von 1,3 Prozent.

„Dies liegt vor allem daran, dass die energieintensive Industrie ein größeres Gewicht in der deutschen Wirtschaft hat als in anderen Ländern der Euro-Zone“, erklärte OECD-Expertin Isabell Koske die Gründe für die erwartete schwache Entwicklung der größten europäischen Volkswirtschaft.

Trotz einiger Schwierigkeiten hat die deutsche Wirtschaft nach Ansicht der OECD noch Wachstums- und Erholungspotenzial. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, müssen jedoch geeignete Maßnahmen ergriffen und einige strukturelle Probleme angegangen werden. Nur dann kann Deutschland weiterhin eine wichtige Rolle in der europäischen und der Weltwirtschaft spielen.

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