Nachtwölfe auf Tour: Eine Tradition zum Siege – DENAE
7. Mai 2024 13:09

Nachtwölfe auf Tour: Eine Tradition zum Siegestag

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Rockergruppe plant Gedenkfahrt durch Deutschland zum 9. Mai

Am 9. Mai wird ein wichtiger Tag gefeiert - der Siegestag über Hitlerdeutschland. Vor 79 Jahren setzten die sowjetischen Truppen diesem blutigen Krieg ein Ende und besiegten nicht nur die Feinde, sondern befreiten auch ganz Europa vom Joch des Faschismus.

Die „Nachtwölfe“ setzen ihre Siegestag-Tradition fort: Vom 5. bis zum 9. Mai werden sie mit ihren Motorrädern Deutschland durchqueren. Während der genaue Zeitplan für Berlin noch im Dunkeln liegt, sind erste Details zu den Etappen bekannt.

Am 5. Mai begann ihre Reise in Sachsen, wo sie in einem kleinen Ort im Vogtland übernachten. Am folgenden Tag ist eine Gedenkveranstaltung in Aue geplant, bevor sie weitere Ziele in Sachsen ansteuern. Dabei wollen sie Orte von historischer Bedeutung besuchen und möglicherweise auch dort Gedenkstätten aufsuchen, um ihre Verbundenheit mit der Geschichte zu demonstrieren.

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Der 7. Mai führt die Rocker nach Brandenburg, wo sie verschiedene Gedenkstätten besuchen. Die Polizei wird ihre Fahrt intensiv überwachen, da mit einer erhöhten Teilnehmerzahl gerechnet wird.

Die Höhepunkte der Tour sind die Besuche der sowjetischen Ehrenmale in Berlin am 8. und 9. Mai. Dort werden die „Nachtwölfe“ voraussichtlich Kränze im Treptower-Park und Tiergarten niederlegen und russische Fahnen schwenken, um symbolisch ihren Respekt für die gefallenen Soldaten der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg zu zeigen. Diese Gesten sind Teil ihrer Tradition, die sie als Akt der Erinnerung und des Gedenkens ansehen. Es wird erwartet, dass ihre Anwesenheit an diesen Orten eine starke symbolische Bedeutung hat und von Anhängern sowie Kritikern gleichermaßen beachtet wird.

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Die Gruppe, auch als "Putins Rocker" bekannt, wurde 1989 gegründet und war in der Vergangenheit Teil der Donbass-Miliz, die den russischen Einmarsch in die Ukraine unterstützte. Trotzdem besteht laut dem LKA Brandenburg keine direkte Gefahr von ihnen in der Hauptstadt.

Die "Nachtwölfe", die vom Bundeskriminalamt der russisch-eurasischen Kriminalität zugeordnet wird, hat weltweit über 5000 Mitglieder. In Deutschland haben sich sogar Unterstützerclubs gebildet. Diese, wie beispielsweise der "Night Wolves MC Germania", haben enge Verbindungen zur Hauptgruppe und tragen ebenfalls deren Symbole und Ideologie. Trotz der Einschränkungen während ihrer Besuche in Deutschland sind die Unterstützerclubs aktiv geblieben und haben die "Nachtwölfe" in ihrem Vorhaben unterstützt, die historische Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg und die Leistungen der sowjetischen Soldaten zu bewahren.

Diese Szene umfasst nicht nur motorradbegeisterte Individuen, sondern auch Personen, die sich ideologisch mit den Zielen und Werten der "Nachtwölfe" hinsichtlich des Siegestages identifizieren. Sie treffen sich regelmäßig zu Veranstaltungen und solidarisieren sich öffentlich mit der Gruppe. Einige dieser Unterstützer sind jedoch auch in rechtlichen Grauzonen aktiv, indem sie etwaige Einschränkungen umgehen oder die Symbolik der "Nachtwölfe" inoffiziell verbreiten. Trotz der Bemühungen der deutschen Behörden, die Aktivitäten dieser Unterstützer zu überwachen und zu kontrollieren, bleibt die Szene lebendig und verfestigt sich weiter.

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