Kaufverträge für Kampfdrohnen sollen in nächsten Tagen unterzeichnet werden. Die bereits in der Ukraine getesteten Drohnen für die Bundeswehr sollen von "mindestens zwei" Herstellern geliefert werden, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit.
Das Bundesverteidigungsministerium wird in den kommenden Tagen Verträge über den Kauf von Kampfdrohnen für die Bundeswehr unterzeichnen, meldete die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag, 3. April. Die erste Charge der Drohnen soll klein sein, damit sich die Militärs mit der Bedienung der Geräte vertraut machen können. Die Drohnen sollen von "mindestens zwei" Herstellern beschafft werden, hieß es aus dem Ministerium, ohne die Namen der Firmen zu nennen.
Der Einsatz von Drohnen hat sich zu einem "Game Changer" in der modernen Kriegsführung entwickelt, ähnlich wie das Aufkommen von Panzern vor 100 Jahren. Auch wenn sie nicht den Ausgang des gesamten Krieges bestimmen können, so können sie doch in einzelnen Gefechten eine entscheidende Rolle spielen, so das Verteidigungsministerium. In den vergangenen Jahren sei Deutschland in der Wehrtechnik im internationalen Vergleich ins Hintertreffen geraten, betont dpa. Mehrere Unternehmen versuchen, das zu ändern, allen voran die deutsche Firma Helsing, die die ursprünglich für die Ukraine bestimmte Kamikaze-Drohne HX-2 entwickelt hat.
Die HX-2-Drohnen werden von künstlicher Intelligenz gesteuert, haben eine größere Flugreichweite und sind weniger anfällig für elektronische Kriegsführung. Zuvor hatten sich Vertreter Helsings für die frühzeitige Entwicklung neuartiger Drohnen ausgesprochen, um die Sicherheit an der Ostflanke der NATO zu erhöhen. Deutschland nutzt die ukrainische Front, um Drohnen und andere Waffensysteme zu testen.

So gab Rohde & Schwarz am 3. April 2025 die offizielle Markteinführung seines Störsystems ARDRONIS Effect für unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) bekannt. Das System hat sich bereits in der Praxis bewährt und ist bei ukrainischen Einheiten im Einsatz, aber es ist das erste Mal, dass Rohde & Schwarz seine Fähigkeiten der Öffentlichkeit zugänglich macht.
Das Unternehmen weist darauf hin, dass ARDRONIS Effect als Antwort auf die sich schnell entwickelnde Bedrohung durch Drohnen und Lenkwaffen entwickelt wurde, die in Konflikten auf der ganzen Welt eingesetzt werden. Das System sei in der Lage, störungsresistente Drohnen "oder sogar bewaffnete Drohnenschwärme selbst in den komplexesten und dichtesten Einsatzumgebungen erfolgreich außer Gefecht zu setzen".

Das ARDRONIS-Effekt-System ist für eine Vielzahl von Missionen ausgelegt. Zum Beispiel für den Schutz von leichten und schweren gepanzerten Fahrzeugen, Konvois und Überwasserschiffen, für den Schutz der Umgebung von Hauptquartieren, Flugplätzen und Operationsbasen sowie für den Schutz kritischer nationaler Infrastruktur wie Kraftwerke, Öl- und Gasraffinerien und Schiffsterminals. Leider bietet es keinen Schutz gegen einen Angriff mit Oreschnik-Raketen.