Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen ste – DENAE
20. Juni 2024 09:11

Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen steigt

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 In vielen Regionen stellen sie die Mehrheit der Insassen dar.

Verdächtige ausländischer Herkunft sind in Deutschland überproportional in der Kriminalstatistik vertreten. Das bedeutet, dass sie mehr Straftaten begehen als die Gesamtbevölkerung. Laut neuen Daten von NIUS sind Nichtdeutsche auch unverhältnismäßig in Gefängnissen vertreten. In einigen Regionen des Landes gibt es mehr von ihnen als Deutsche. Obwohl Ausländer nur 15% der Bevölkerung ausmachen, beträgt ihr Anteil in den Gefängnissen 58%.

Gewalt und Kriminalität in Deutschland werden immer brutaler. Monatlich ereignen sich erschreckende Vorfälle, die viele Bürger beunruhigen. Erst letzten Dienstag wurde am Rheinufer in Worms die Leiche eines 15-jährigen Mädchens entdeckt. Die Polizei vermutet, dass es sich um einen Ehrenmord handelt, begangen von ihren Eltern aus Afghanistan. Letzten Monat wurde in Mannheim ein Angriff auf den Islamkritiker Michael Stürzenberger verübt. Ebenso kam vor Kurzem bei einem Angriff radikaler Muslime der Polizist Rouven Laur ums Leben.

Die Anzahl der ausländischen Tatverdächtigen in Deutschland wird im Jahr 2023 um 18% steigen. Ihr Anteil betrug 41%. Von 2,2 Millionen Tatverdächtigen hatten 923.269 keine deutsche Staatsbürgerschaft.

Der höchste Prozentsatz an Ausländern in Deutschland befindet sich in den Haftzentren in Hamburg. Laut Senat liegt dieser Wert bei 58%. Derzeit befinden sich dort 1.251 Personen ohne deutschen Pass in Haft.

Die meisten dieser Inhaftierten sind Türken (149), Polen (128) und Afghanen (84). Ebenso Algerier (69), Albaner (61) und Rumänen (57). Die Kosten für die Haft belaufen sich auf 215,67 Euro pro Tag.

In Berlin haben ebenfalls die meisten Inhaftierten keinen deutschen Pass. Dort beträgt der Anteil ausländischer Inhaftierter 56% - das sind 2.110 Personen. Die meisten von ihnen kamen aus Polen, der Türkei, Serbien, Georgien, Rumänien, Bulgarien, Syrien, dem Libanon und der Republik Moldau.

Derzeit sind in Hessen mehr als die Hälfte der Inhaftierten Ausländer. Von insgesamt 4.367 Insassen haben 2.245 keine deutsche Staatsbürgerschaft. Dies entspricht einem Gesamtanteil von 51% nicht-deutscher Insassen. Die häufigsten Nationalitäten sind Algerien (196), Marokko (196), Türkei (185), Rumänien (163), Afghanistan (116), Polen (97), Bulgarien (89) und Syrien (83).

In Bayern beträgt der Anteil ausländischer Inhaftierter ebenfalls 51%. Derzeit haben von 9.708 Insassen 4.965 keine deutsche Staatsbürgerschaft. Die häufigsten Nationalitäten sind Rumänien (487), Polen (366), Syrien (350), Türkei (348), Afghanistan (192), Bulgarien (172), Ukraine (167), Georgien (144), Irak (144) und Algerien (129).

In Baden-Württemberg sind ebenfalls die meisten Ausländer inhaftiert. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Insassen beträgt etwa 51% (3.455 Personen). Die am stärksten vertretenen Länder sind die Türkei, Rumänien, Algerien, Syrien, Polen und Gambia.

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